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Diesellkomotive V220
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Stromliniendampflokomotive BR03.10 und Schienenreinigungslok der Praxisbahn

Zweite Seite der Beschreibungen der von der Praxisbahn eingesetzten Lokomotiven.

 

Baureihe 03.10 Stromliniendampflokomotive (Eigenbau)

Stromliniendampflok BR03.10Das Modell wurde von mir aus verschiedenen Materialien (hauptsächlich Polistyrol, Glasfasermatten, Epoxydharz, Glasfaserspachtel, Draht, Karton und Modellbaufeinspachtel) angefertigt. Als Vorlage diente ein Kartonmodellbaubogen im Maßstab 1:45 welcher Abschnittsweise auf den Maßstab 1:22,5 vergrößert wurde und danach teilweise auf Polistyrolplatten in verschiederner Dicke geklebt wurde.  Als Kesselgrundlage diente eine Schaumstoffisolierung eines Heizungsrohres aus dem Baumarkt. Nahezu die ganze Lokomotive wurde später mit Glasfasermatten und Epoxydharz überzogen. Es wurden zwei Antriebseineheiten von LGB (ähnlich der V220) verbaut. Auf die Rekonstruktion des Originalfahrwerkes wurde Aufgrund der sowieso existierenden Sichtbehinderung durch die Vollverkleidung und der - meine Fähigkeiten bei weitem übersteigenden - massiv anfallenden technischen Schwierigkeiten verzichtet. Die Lokomotive ist mit Sound sowie Licht ausgestattet und wird über TRAINCONTROL gesteuert.
Die Gesamtlänge einschließlich Tender beträgt 1,13 m.

Geschichte des Originals: Die deutschen Zughersteller fürchteten in den 30er Jahren die zunehmende, ausländische Konkurrenz durch leistungsfähige Diesel- und E-Lokomotiven und drängten die Reichsbahn zum Konzept der Stromliniendampflokomotiven für höhere Geschwindigkeiten.
Mitte der 30er Jahre lag die reguläre Obergrenze für Reisezüge mit durchgehenden Bremsen auf den Hauptbahnen nach §66 EBO 1928 bei 100 km/h. Durch viele Sondergenehmigungen wurde die Rechtsvorschrift hinfällig und die Obergrenze schrittweise auf 120 km/h und 1936 auf 135 km/h heraufgesetzt. 
Von der Geschwindigkeitsrekord-Baureihe 05 wurden nur drei Exemplare gebaut (05 003 mit Kohlenstaubfeuerung). Von der überdimensionierten Stromlinien-Baureihe 06 wurden nur zwei Exemplare gebaut.
Die einzigen in größerer Serie gefertigten Stromliniendampflokomotiven waren die Baureihen 01.10 (55 Exemplare) und 03.10 (60 Exemplare). Von der Baureihe 03.10 war eine Serie von 140 geplant. Dabei handelte es sich nicht einfach um eine stromlinienverkleidete Einheits-Baureihe 03. Es kamen vielmehr bei der Konstruktion Baugruppen der Baureihen 03, 41 und 01.10 zum Einsatz. Man kann die Baureihe 03.10 wohl eher als kleineren Bruder der Baureihe 01.10 ansehen.

Es ist bis heute unklar welche Lokomotiven mit herabgezogener und welche mit hochgezogener Vollverkleidung ausgeliefert wurden. Auch wurde im nachhinein die wartungsbehindernde Vollverkleidung teilweise (im Bereich des Fahrwerks) bei den Bahnbetriebswerken wieder entfernt. Auch ist unklar mit welchem Farbanstrich die fabrikneuen Lokomotiven versehen waren. Wahrscheinlich wurde ein Teil der 03.10 mit rostrotem und ein anderer Teil mit dunkelblauem Anstrich versehen. Die Anstriche erwiesen sich aber als untauglich für den Alltagsbetrieb (starke Verschmutzungstendenz) und wurden von den Bahnbetriebswerken in der Regel durch einfaches Überspritzen in den schwarzen Standardanstrich umgewandelt.

Bis 1941 wurden 60 Lokomotiven ausgeliefert. Danach ging es bei einem zunehmend vollkommen überlastetem Streckennetz nicht mehr um Hochgeschwindigkeit, sondern nur noch darum mit möglichst langen und schweren Zügen in sicheren Phasen (zunehmende Luftraumbeherrschung der Alliierten) an den Bestimmungsort zu gelangen.
Die offizielle Höchstgeschwindigkeit wurde schon 1941 von 150 km/h auf 140 km/h herabgesetzt (teilweise Entfernung der Stromlinienverkleidung; Überbeanspruchung beim ziehen von schweren Schnellzügen der Kriegszeit).

Fast alle Lokomotiven überlebten bis 1945.  Bei der DB verblieben 26, bei der DR 19. In Polen verblieben 9 betriebsbereite Lokomotiven (Reihe Pm 3). Bei der DB und DR erfolgten weitreichende Umbauten und die komplette Entfernung der Stromlinienverkleidung, während in Polen keine größeren Umbauten erfolgten und auch die Stromlinienverkleidung fast vollständig erhalten blieb.
Erst Anfang der 50er Jahre wurde die umgebaute Baureihe 03.10 wieder von der DB eingesetzt und tat bis 1967 ihren Dienst als Schnellzuglokomotive. Bei der DR wurde die umgebaute Baureihe 03.10 bis 1981 ausgemustert. Zwei beeindruckende Lokomotiven der Baureihe 03.10 der DR sind als Museumslokomotiven bis heute erhalten.

 

Schienenreinigungslok (Modell-Hersteller LGB)

SchienenreinigungslokDie Schienenreinigungslok übernimmt ihre namensgebende Funktion. Gleichzeitig ist sie aber auch als normale Diesellokomotive einsetzbar und als Ersatzlokomotive für den Dauerbetrieb vorbereitet (hält bei Bedarf wie alle anderen Lokomotiven ebenfalls an den Bahnhofshaltepunkten).

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