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Diesellkomotive V220
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Diesellok BR218, Dampflok BR80, Mikado und 4-6-0 Ten-Wheeler der Praxisbahn

Dritte Seite der Beschreibungen der von der Praxisbahn eingesetzten Lokomotiven.

 

Diesellokomotive BR 218 (Modell-Hersteller: PIKO)

Lok V220Mit der BR218 konnte die schwere Diesellokomotiv-Baureihe der DB, welche ich mit der V220 begonnen hatte, ergaenzt werden. Wahlweise lassen sich die IC-Personenwagen jetzt an die V220 oder die BR218 anhaengen. Die BR218 ist leichter als die V220, zeigt aber eine mindestens gleichgute Zugkraft (obwohl ohne Haftreifen). Es liegt eine sehr umfangreiche Beschreibung mit Ersatzteilliste und Explosionszeichnung bei. Auch für Gartenbahn-Einsteiger finden sich hilfreiche Wartungshinweise in der Anleitung. Eine Fuehrerstandbeleuchtung gibt es bei der BR218 im Gegensatz zur V220 nicht. Ausstattung: Licht, Sound, Speicherkondensator, Reed-Kontakt (Bahnhofshalt), Abgashutzen, Schneeräumer

Geschichte des Originals: Die leistungsstarke, einmotorige Baureihe 218 stand am Ende der Entwicklungsreihe der V160. Die Hoechstgeschwindigkeit betraegt 140km/h. Die Leistungsangaben schwanken zwischen 1860 kW und 2060 kW (wobei ein Teil der noch im Dienst befindlichen Lokomotiven inzwischen mit neuen Motoren versorgt wurde). Die Indienststellung begann 1968. Bis 1979 wurden 399 Loks ausgeliefert. Sie ersetzten zahlreiche Dampflokomotiven im Gueter- sowie Passagierdienst. Auch heute befindet sich ein Großteil der BR218 noch im Einsatz.

 

Dampflokomotive BR80 (Modell-Hersteller: PIKO)

SchienenreinigungslokAls Einstieg in die kleineren Dampflokmodelle bot sich die BR80 von PIKO an. Die Lokomotive wird über "Train Control" gesteuert und haelt ebenfalls an den Bahnhofshaltepunkten. Die BR80 wurde mit Sound (Dietz) und weiteren Gewichten in den beidseitigen Wassertanks, dem Kessel sowie dem Fuehrerhaus ausgestattet. Das Metallgewicht wurde aus dem Kessel in das Fuehrerhaus verlagert und schwarz lackiert. Die Elektronik wurde in dem freigewordenen Kesselinneren untergebracht. Da eine Stromabnahme nur über 4 Räder und den 2  Schleifkontakten erfolgte, kam es in langsamen Fahrstufen zu Kontaktunterbrechungen an leicht verschmutzten Stellen der Praxisbahn (oft im Dschungel). Somit wurde die BR80 zusätzlich mit einem Speicherkondensator (Dietz) versorgt. Die Lokomotive fährt jetzt auch problemlos in sehr langsamen Fahrstufen und entwickelt eine beeindruckende Zugkraft. Ausstattung: Licht, Sound, Speicherkondensator, Reed-Kontakt (Bahnhofshalt)

Geschichte des Originals: Die BR80 war als kleine Rangierlokomotive geplant. Bis 1928 wurden 39 Loks ausgeliefert. Nach dem Krieg verblieben die meisten Lokomotiven bei der DR im Raum Leipzig. Bei der DR wurde die BR80 1968 ausgemustert. Die 17 Loks der DB wurden bis 1965 ausgemustert und teilweise als Werkslokomotiven weiter eingesetzt. Es existieren noch einige (teilweise betriebsbereite) Museumslokomotiven.

 

2-8-2 Mikado (Modell-Hersteller: LGB)

SchienenreinigungslokBei der Mikado handelt es sich um die größte LGB-Lokomotive. Durch das Hinzufügen von ca. 1,2Kg Gewicht, ist die Zugkraft des zweigeteilten (trotz durchgehender Schubstangen), drehbaren Antriebes enorm. Die Lokomotive soll damit auch R1-Radien durchlaufen können und zeigt somit bei meinen standardmaeßigen R3-Radien keine Schwaechen.

Ausstattung: Licht, Sound, Speicherkondensator, Reed-Kontakt (Bahnhofshalt)

Geschichte des Originals: Ende des 19. Jahrhunderts wurden die ersten Mikados von den amerikanischen Bahngesellschaften in Dienst gestellt. 1897 wurden einige Mikados nach Japan exportiert. Von Japan wurden die Lokomotiven nach kurzer Zeit nachgebaut. In diesen Zeitraum dürfte auch die japanische Namensgebung "Mikado" fallen. Erst 1914 wurden die ersten Mikados nach Europa (Oesterreich-Ungarn) exportiert. Im ersten Weltkrieg wurde die Mikado-Achsfolge als Standard für US-Dampfloks festgelegt. Zwischen den Weltkriegen wurden weitere Lokomotiven exportiert (u.a. nach Polen - Reihe Pt31). Nach dem Zweiten Weltkrieg herrschte eine notorische Unterversorgung mit Dampflokomotiven in vielen europ. Laendern. Es erfolgte ein umfangreiches Importprogramm von Mikados aus den USA (u.a. Frankreich - Reihe 141R). Die Lokomotiven waren bis in die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts in den USA im Einsatz (in anderen Laendern länger). Insgesamt wurden 1340 Mikados gebaut.

 

 

4-6-0 Ten-Wheeler  Anniversary-Edition (Modell-Hersteller: Bachmann)

Amerikanische Ten-Wheeler DampflokomotiveDie detaillierte und robuste 4-6-0 von Bachmann wurde von mir ganz bewusst zum direkten vergleich mit der Brawa G4/5 besorgt.
Dabei ging es nicht um Detailtreue oder Funktionsumfang, sondern um die alltagstaugliche Handhabung. Im Gegensatz zur Brawa verfügt die 4-6-0 über etliche Metallanbauten und ist wesentlich stabiler. Sie lässt sich ohne Aufspurgleis handhaben (obwohl ebenfalls mit Tender versehen). Sie ist ebenfalls mit der Haltefunktion an den Bahnhöfen ausgestattet und wird tageweise für amerikanisch-deutsche Freundschafts-/Nostalgiefahrten eingesetzt. Zu erwähnen ist noch, dass es sich im Original um eine Wechselstrom-Lokomotive handelt, welch mit Hilfe des TRAIN CONTROL-Steuerchips auf Gleichstrom umgestellt wurde. Ausstattung: Sound, Speicherkondensator, Reed-Kontakt (Bahnhofshalt)

Geschichte des Originals: Die ersten 4-6-0 Ten-Wheeler wurden 1847 gebaut.  Ihre große Zeit begann um 1860. Sie standen in direkter Konkurrenz zu den bis dahin übliche 4-4-0-Lokomotiven. Da die 4-6-0 komplexer aufgebaut war als die 4-4-0 und in dem Ruf stand schneller zu entgleisen, konnte die Ten-Wheeler die 4-4-0 nicht ganz verdrängen. Die Ten-Wheeler wurde mehr in hügeligen- bzw. gebirgigen Gegenden eingesetzt und war mehr für den Passagierdienst bestimmt.
Insgesamt gesehen ist die Ten-Wheeler-Geschichte aber als äußerst erfolgreich anzusehen. Die Ten-Wheeler prägte die amerikanische Lokomotivgeschichte über 100 Jahre. Es wurden mehr als 17.000 Loks in den verschiedenen Versionen gebaut. Die letzten Ten-Wheeler waren bis in die 50er-Jahre des letzten Jahrhunderts im Dienst.

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